Thème de l'année 2016-17

Im Jahr 1989 erschien der Film „Zurück in die Zukunft II": Marty McFly bekam einen wichtigen Auftrag in seiner eigenen Zukunft im Jahr 2015.

"Zurück in die Zukunft II" steckte voller Ideen, wie die Welt 2015 ausssehen würde. In vielerlei Hinsicht waren die Filmemacher erstaunlich hellsichtig und trotzdem - so sehr sie sich damals bemühten sich die Zukunft vorzustellen, die heutige Realität ist eine ganz andere.

Der Film macht deutlich, dass man schon anhand der heutigen Welt einige Voraussagen über die Zukunft machen kann, diese aber niemals ganz erfassen wird.

Die Zukunft ist gemessen an Vergangenheit und Gegenwart, die noch ausstehende Zeit und Wirklichkeit, der der Mensch in Hoffnung und Bangen entgegengeht, die er trotz einer grundsätzlichen Unverfügbarkeit gestalten kann und muss.[1]

Es können noch so viele Zukunftsvisionen entwickelt werden, der Mensch muss seine Zukunft selbst in die Hand nehmen und selber gestalten. Dies stellt besonders für unsere Schüler eine besondere Verantwortung dar.

Seine Zukunft zu gestalten bedeutet:

 

1.    Sich seiner Herkunft bewusst zu sein

Die Gegenwart kann nicht ohne das Vergangene verstanden werden. Werte und Normen sind durch die Erfahrungen der Geschichte gewachsen und gefestigt worden. Auch der einzelne Mensch wächst an seinen eigenen Erfahrungen, an dem, was ihm von seiner Familie, seinen Freunden und überhaupt seinem ganzen Umfeld mit auf den Weg gegeben worden ist. Wer sich selbst entwickeln will, muss sich auch mit seiner eigenen Vergangenheit beschäftigen.

2.    Seine eigenen Stärken und Schwächen erkennen

Wer seine Zukunft angemessen planen und gestalten möchte, muss seine eigenen Stärken und Schwächen erkennen. Dieses Prinzip ist für jeden Menschen wichtig, der seine Lebensgestaltung realistisch planen und Enttäuschungen vorbeugen möchte. Wer seine Zukunft systematisch planen möchte, sollte sich auf jedem Fall mit seinem eigenen Ich auseinandersetzen.

3.     Die Welt bewahren und behüten

In den Schöpfungsberichten des Buches Genesis wird der Mensch in die Pflicht genommen. Der Mensch darf die Umwelt nicht als beliebig ausbeutbaren Verbrauchsgegenstand ansehen und er darf sie nicht beliebig zerstören. Eher soll der Mensch als guter Hirte herrschen.[2] Er soll die Erde bewahren, damit auch die nachfolgenden Generationen noch auf unserer von Gott geschaffenen Erde leben können.

Die Zukunft zu gestalten bedeutet sich der Umweltprobleme bewusst zu sein und daran mitzuarbeiten, dass sich der Zustand unseres Planeten nicht weiter verschlimmert.

4.    Durchhaltevermögen haben

Mangelndes Durchhaltevermögen kann dazu führen, dass Menschen ihre Ziele aufgeben und unglücklich werden. Jedes Leben enthält Rückschläge und nicht alles, was man sich vornimmt, wird auf Anhieb erreicht.

In vielen Punkten muss man mit sich selbst nachsichtig sein und man sollte nicht zu schnell aufgeben. Vielmehr sollte man sich fragen, was man aus diesen Rückschlägen lernen kann und was einen daran gehindert hat seine gesetzten Vorgaben zu erreichen.

5.     Kraft tanken

In unserer heutigen schnelllebigen Zeit, die mit vielen Reizen überflutet ist, ist es besonders wichtig auch abzuschalten und Kraft zu tanken. Gläubige Menschen finden diese Kraft bei Gott im Gebet. Egal wo wir sind oder wie wir uns fühlen, Gott ist bei uns und gibt uns immer neue Kraft. Im Alten Testament offenbart Jahwe Moses seinen Namen: "Ich bin der Ich Bin Da". Das ist auch die Erfahrung vieler Menschen: Gott ist bei ihnen alle Tage. Deswegen kann auch jeder Mensch der Zukunft hoffnungsvoll  entgegenschauen, weil diese Verheiβung Gottes für jeden bestimmt ist.

„Fit for the future" ist also nicht nur ein Motto für dieses Schuljahr, sondern es ist ein Programm zur Lebensgestaltung. Es ist eine Herausforderung, der sich kein Mensch entziehen kann.

                                                                                                            ANDRE Sacha


[1] FINKENZELLER Josef: IN Lexikon der katholischen Dogmatik S567., Leipzig 1989

[2] GANOCZY Alexandre: In Idem S.456